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Bindegarn zum Fliegenbinden

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Bindefäden sind ein grundlegendes Material zum Aufbau und zur Verstärkung der Konstruktion künstlicher Fliegen. Erhältlich in 6/0, 8/0 sowie 20–300D, mit unterschiedlichen Profilen und Reißfestigkeiten, ermöglichen sie die passende Auswahl für Trockenfliegen, Nymphen sowie kleine und große Streamer.

Was sind Bindefäden zum Fliegenbinden?

Bindefäden (auch als Bindegarn oder Bindeseide bezeichnet) sind – neben Fliegenhaken – ein grundlegendes Material, das für das Binden künstlicher Fliegen unverzichtbar ist. Sie dienen dazu, alle Materialien am Hakenschenkel zu fixieren sowie die Konstruktion des Musters aufzubauen und zu verstärken.

Ein richtig gewählter Faden sollte über eine passende Reißfestigkeit, Stärke, Profil und Farbe verfügen. Dies ist sowohl bei feinen Trockenfliegen als auch bei größeren Mustern wichtig, bei denen Materialien kräftig fixiert werden müssen.

Auch die Farbe des Fadens spielt eine wichtige Rolle, insbesondere bei kleinen Trockenfliegen, Nassfliegen und Nymphen. Ein dunkler Faden, beispielsweise schwarz, kann die Fliege nach dem Benetzen im Wasser deutlich abdunkeln. Daher sollte die Fadenfarbe bei kleinen Mustern bewusst an die verwendeten Materialien angepasst werden, um das gewünschte Endergebnis zu erzielen.

Auch fluoreszierende Fäden sind eine interessante Option. Bereits ein kleiner Fluo-Akzent am Körper, hinter der Nymphenperle oder als Abschlusswicklung am Hakenöhr kann die Sichtbarkeit unter Wasser deutlich erhöhen. Solche Details können die Effektivität von Nymphen und anderen Unterwasser-Mustern in Fließ- und Stillgewässern verbessern.

Stärken und Bezeichnungssysteme von Bindefäden

Bindefäden werden üblicherweise in zwei Systemen gekennzeichnet: im „/0“-System sowie in Denier (D).

Im Bereich 3/0–16/0 gilt: Je kleiner die Zahl vor dem Schrägstrich, desto dicker ist der Faden. Zum Beispiel:

  • 3/0 – dicker Faden,
  • 6/0 – mittlere Stärke,
  • 8/0 – feiner Faden,
  • 12/0–16/0 – sehr feine Fäden für kleine Fliegen.

Das zweite System ist Denier (D). Hier gilt: Je höher die Zahl, desto dicker und belastbarer ist der Faden. Im Sortiment finden sich Fäden von etwa 20D bis 300D, passend sowohl für kleine, feine Muster als auch für große Hecht- oder Salzwasserfliegen.

Profil und Arten – flach, rund und GSP

Bindefäden unterscheiden sich zudem im Profil. Flache Fäden ermöglichen ein präzises Formen von Körper und Kopf und können mit einer Nadel gesplittet werden, um zusätzliches Material einzulegen und anschließend wieder zu verdrallen. Fäden mit rundem Profil pressen Materialien auf kleinerer Fläche zusammen und sind häufig gewachst, was Halt und Kontrolle beim Binden verbessert.

Eine besondere Gruppe stellen GSP-Fäden (Gel Spun Polyethylene) dar, die sich durch eine sehr hohe Reißfestigkeit bei geringem Durchmesser auszeichnen. Sie werden unter anderem für Rehhaar-Köpfe, große Streamer und Muster mit starkem Fadenzug verwendet, eignen sich aber – je nach Stärke – auch für sehr kleine Trockenfliegen und Nymphen. Je nach Durchmesser können GSP-Fäden für nahezu alle Fliegentypen eingesetzt werden.

Wie wählt man den richtigen Bindefaden?

Die Wahl des Fadens hängt vom Fliegentyp, der Hakengröße und den verwendeten Materialien ab.

  • Trockenfliegen und kleine Nymphen – feine Fäden wie 8/0 oder etwa 20–70D.
  • Mittlere Nymphen und Nassfliegen – 6/0 oder etwa 70–140D.
  • Forellen-Streamer – stärkere Standardfäden 140D oder 6/0 sowie GSP bis 70D und darüber (GSP 70D eignet sich hervorragend für Rehhaar-Köpfe bei Mustern wie dem Muddler).
  • Große Hechtfliegen und Rehhaar-Muster – GSP 100D–300D mit hoher Reißfestigkeit.

Die richtige Fadenstärke hilft, die Proportionen der Fliege zu erhalten und gleichzeitig eine stabile Konstruktion zu gewährleisten.

Funktionelle Eigenschaften von Bindefäden

Beim Kauf eines Bindefadens sollte man auf folgende Eigenschaften achten:

  • Reißfestigkeit,
  • Möglichkeit, Körper und Kopf sauber zu formen,
  • Kompatibilität mit gängigen Spulen und Bindewerkzeugen.

Die meisten Hersteller verwenden Standardspulen, die mit üblichen Bobbinhaltern kompatibel sind.

Im Sortiment befinden sich Bindefäden renommierter Marken wie Veevus, UTC, Semperfli, Troutline sowie ausgewählte Serien von Hends.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein dickerer Faden immer besser?

Nein. Ein zu dicker Faden kann die Proportionen kleiner Fliegen beeinträchtigen. Die Stärke sollte zur Hakengröße und zum jeweiligen Muster passen.

Was ist der Unterschied zwischen 8/0 und 70D?

Es handelt sich um zwei unterschiedliche Bezeichnungssysteme. 8/0 ist eine traditionelle Größenangabe beim Fliegenbinden, während Denier (D) die Dicke und das Gewicht der Faser beschreibt.

Wann sollte man GSP-Fäden verwenden?

GSP-Fäden sind ideal für Muster, die starken Fadenzug erfordern, beispielsweise bei Rehhaar-Köpfen, großen Streamern oder Hechtfliegen.

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